Aufbau eines Team Associates B6.1 Bausatzes (Kit)

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Dieses Thema enthält 0 Antworten und 1 Teilnehmer. Dieser Beitrag wurde 702 mal gelesen Es wurde zuletzt aktualisiert von Gisbert Huppert Gisbert Huppert vor 8 Monate, 1 Woche. Dieser Beitrag wurde 702 mal gelesen

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    Gisbert Huppert
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    Hier zeige ich, wie ich meinen Asso B6.1 Kit zusammengebaut habe. Dies ist mein erstes RC-Auto, das ich neu gekauft habe. Ich besitze bereits ein paar andere Autos, aber die habe ich alle gebraucht gekauft. Jetzt wollte ich also einmal ein neues Auto „out of the box“ zusammenbauen.

    Der Asso B6.1 ist ein 2 WD RC Buggy im Maßstab 1:10. Es ist das Modell für Strecken mit Teppich und Kunstrasen. Es gibt von Asso auch noch den B6.1 D, D wie Dirt, der ist für Strecken mit wenig Grip und losem Untergrund.

    Da ist er drin…

    Schachtel

    …verteilt auf 12 Beutel. Die Anleitung geht Beutel für Beutel vor, und man hat meist komplette Bauabschnitte in einem Beutel. Ein bischen wie Lego, kommt mir da in den Sinn.

    Tüten mehr Tüten

    Ich habe auch gleich ein neues Servo und ein paar Tuningteile mitbestellt:

    extra Teile 1 extra Teile 2
    • RPM Querlenker vorne
    • 9 g Alugewicht unter Servo
    • Karbonstrebe für Lenkung von Revolution Design
    • Bulkhead vorne aus Kupfer von Revolution Design
    • Savöx 1258 TG Lenkservo
    • Frontflügelhalter inkl. Flügel von Jconcepts (leider nicht auf den Bildern)
    • Chassis Schutzfolie von Team Associated (leider auch nicht auf den Bildern)

    Ob die Karbonstrebe wirklich etwas bringen wird, bin ich mir nicht sicher. Und bei den Gewichten denke ich, viel hilft viel. Die Sachen wieder Ausbauen bzw. das Bulkhead tauschen kann ich später immer noch. Das Servo, das vordere Gewicht und das Karbonteil habe ich erst später bestellt, nachdem ich gesehen habe, dass das alte Servo schon sehr viel Spiel hatte. Zudem war das alte Servo doch vergleichsweise langsam.

    Der B6.1 hat keinen Servo-Saver, um die Lenkung bei einem Crash vom Servo zu trennen. Ich habe mich daher für ein Full-Size Servo entschieden, da die Low Profile-Servos deutlich kleinere Zahnräder haben und daher schon vom Aufbau her nicht so stabil sind. Zumal der Platz im Auto für das Servo ja großzügig ist.

    Aus meinem alten Auto kommen der fast neue LRP Flow X Regler, ein Sanwa-Empfänger und ein 7,5 Turn Ares von SkyRC Motor. Zunächst will ich den Lüfter auf dem Regler weglassen, und auch den Motor nicht extra kühlen. Auch da will ich erst Erfahrungen sammeln. Der LRP-Lüfter ist in 5 Minuten montiert, und für den Motorlüfter kann ich von Kai einen Halter bekommen, den er auch in seinem B6 nutzt. Der Lüfter sitzt dabei in der 3D-gedruckten Chassis-Strebe, direkt am Motor.

    So, dann geht’s an den Zusammenbau. Die Tüten sind nummeriert und die Anleitung ist sehr gut und m.E. fehlerfrei. Für einige Detailfragen habe ich zusätzlich das PDF von der Asso-Seite auf dem PC angeschaut. Da kann man reinzoomen, wenn man es auf dem Papier nicht erkennt.

    Die Seite https://www.teamassociated.com/cars_and_trucks/RC10B6.1/Team/ ist sowieso einen Besuch wert. Dort gibt es Setupsheets, ein paar weitere Tipps und Tricks, sowie ein Video, das erklärt, wie man die Elektroinstallation vornehmen kann. Ist zwar in English, aber als Anregung ok.

    Als erstes wird die Lenkung mit den kleinen Kugellagern aufgebaut. Die größeren Kugellager im Set sind übrigens mit einer Gummi- und einer Metall-Seite ausgestattet. Die Gummiseite kann den Schmutz besser abhalten, dafür ist die Reibung dort größer. Der Gummi sollte daher nach außen, d.h. zur „schmutzigen“ Seite, zeigen.

    Lenkung 1 Lenkung 2

    Die vorderen Querlenker von RPM erfordern ein etwas anderes Vorgehen als die Originalen: die Befestigung der Achse unterscheidet sich. Bei RPM wird eine kurze Schraube direkt in das Loch der Achse geschraubt, und die Achse kann auch nur auf einer Seite herausgenommen werden. Ansonsten kommen mir die Querlenker etwas weich vor, insbesondere weil es von Asso auch extra steife Querlenker gibt. Aber auch hier kann ich leicht wieder zurückbauen. Und für die ersten paar Runden, bis ich das Auto kenne, sind die RPMs sicher eine gute Wahl.

    Messingding Vorderachsen + Lenkung
    Servogewicht Chassis vorne

    Ich habe noch ein paar blaue Alu-Unterlegscheiben übrig, die baue ich an den Servo. Man glaubt kaum, dass es so viele verschiedene Blautöne bei den Aluteilen gibt: keines meiner Teile hat den richtigen Ton.

    Aludinger Frontansicht

    Weiter geht‘s mit den C-Hubs und Radträgern.

    Radträger 1 Radträger 2

    Dazu muss ich sagen, dass das etwas knifflig war, die Achsen zusammen zu bauen, und ich habe mir die Anleitung dazu im Detail auf dem PC angeschaut. Weiter mit dem Differential und dem Getriebe. Für das Diff gibt es im Set 4 Silikonringe, die ich jetzt nicht installiert habe. Das Diff muss man nach Gefühl füllen. Beim XRAY XB4 z.B. wird eine genaue Füllmenge in Gramm angegeben.

    Hübsch finde ich die Antriebsteile aus Titan. Dadurch hat der Antrieb weniger Schwungmasse, was weniger Trägheit, also mehr Beschleunigung bringt. Im Vergleich zum B6 hat der B6.1 die Feder für den Slipper auf der anderen Seite. Dadurch ist das Heck hier schlanker.

    Noch ein Tipp für den Getriebekasten: man kann die Flächen zwischen den beiden Häften mit schwarzem Fett einschmieren. Das Gehäuse ist dann fast Staubdicht.

    Diff Getriebe
    Getriebe fertig 1 Getriebe fertig 2

    Die Dämpferbrücken aus Karbon habe ich vor dem Einbau an den Kanten abgeschliffen und auf die Stirnseiten nach dem Schleifen Reifenkleber verteilt. Dadurch soll das Karbon an den Kanten nicht aufsplittern, wenn man irgendwo hängen bleibt. Schön ist auch der integrierte vordere Dämpferbückenschutz. Mit den hinten angebrachten Stoßdämpfern braucht man keinen weiteren Schutz, so wie er mittlerweile immer öfter verlangt wird. Hoffe ich jedenfalls.

    fast fertig Dämpferbrücke vorn

    Damit ist auch die hintere Achse fast fertig. Die Gewindestangen sind für mich immer eine Qual. Es gibt da eine Montagehilfe dafür, habe ich jetzt gesehen, die kaufe ich mir vielleicht bei Gelegenheit. Ein Tipp, den ich gelesen habe ist, die Kugelpfannen vor dem Einsetzen zu erhitzen, dann hätten die nicht so viel Spiel. Und die Kugelköpfe polieren. Hab‘ beides nicht gemacht…

    Die Stoßdämpfer sind gut gemacht, mit der Rändelschraub oben hat man einen guten Griff, und am unteren Ende in der Rille passt der mitgelieferte Schlüssel, so dass man die Dämpfer ordentlich zuschrauben kann.

    Gewindestangen Dämpfer

    Vielleicht passt die Verkabelung aus dem letzten Auto auch hier?

    Elektronik wild

    Nope. Ok, netter Versuch. Also den Lötkolben rausholen und es richtig machen. Das Sensorkabel macht mir ärger. Eine Idee ist, das Kabel unter dem Akku durchzuführen, mit etwas Klebeband in der mittleren Rille fixiert. Ich habe mich für die Umweg-Variante entschieden, also zwischen Akku und Akkuhalte durch. Es gibt eine schöne Rille seitlich, da habe ich das Kabel mit etwas Doppelklebeband befestigt. Kabel fertigDer zusätzliche Frontflügel ist schnell montiert. Die Folie für den Unterboden habe ich mit einem Locheisen ausgestochen, weil keine Löcher vorgestanzt waren und ich die Folie nicht für jede Schraube abmachen wollte. Ich habe mich beim Heck etwas vertan, gut dass es noch 2 Reserveteile für hinten gibt. Aber für’s erste lasse ich die hintere Folie jetzt drauf.

    Frontflügel Chassisfolie

    Neue Räder hat er auch noch bekommen, ich probiere zunächst die dünnen Stagger. Falls das zu wenig Grip auf der Vorderachse bringt, versuche ich die Vorderräder vom 4 WD.

    Jetzt fehlt eigentlich nur noch eine Karo… Kai aus dem Verein hat sich bereit erklärt, mir die Karo zu lackieren, nach meinen Vorstellungen. Das Design hat Kai letztlich eigenständig entworfen, habe ihm da freie Hand gelassen. Hier die Fotos seiner Arbeit (mit freundlicher Unterstützung von Kai):

    Karo 1 Karo 2 Karo 3
    Karo 4 Karo 5
    Karo 6 Karo 7
    Karo 8 Karo 9

    Ganz vielen Dank dafür, Kai! Die Karo ist wirklich toll geworden. Ich hoffe, ich mache sie nicht bei der ersten Gelegenheit kaputt 😛

    Fazit: Die Bauerrei hat sehr viel Spaß gemacht. Ich schraube jetzt schon ein paar Jahre an den RC Autos herum, und für mich war es nicht wirklich schwierig. Zudem hatte ich alle nötigen Werkzeuge zur Verfügung, und musste nichts extra besorgen oder improvisieren. Zum Werkzeug, und wie man Räder klebt und auswuchtet, gibt es vielleicht eigene Beiträge. Einem Neuling auf dem Gebiet RC Modellbau würde ich den Zusammenbau ohne erfahrene Unterstützung nicht empfehlen, da kann man zu viel falsch machen. Ich habe nicht immer auf die Uhr geschaut, und mich auch nicht wirklich beeilt (der Weg ist das Ziel), und habe bestimmt 30 Stunden gebraucht, inkl. Elektronik, Räder, Flügel und Karo anpassen.

    So, da steht er jetzt, fertig zusammengebaut und ungefahren (aka unbespielt 🙂 Am nächsten Wochenende werde ich ihn Probe fahren. Wir sehen uns auf der Strecke…

    Fertig 2

    Fertig 1

    • Dieses Thema wurde geändert vor 8 Monate, 1 Woche von Gisbert Huppert Gisbert Huppert.
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